Neun Massnahmen, die Ihr Geld auf Erfolgskurs bringen und halten

2 years ago von Thomas Panzeri

Fehlendes Finanzwissen, allgegenwärtige Konsumreize, gesellschaftlicher bzw. Gruppe-Druck und einfacher Zugang zu Kreditfinanzierungen sind Rahmenbedingungen, die den optimalen Umgang mit Geld erschweren oder gar verunmöglichen. Kein Wunder, dass für viele Menschen dieser Weg in einer Kreditfalle endet. Das muss nicht sein. Die folgenden neuen Massnahmen können Ihnen helfen, Ihr Geld für sich auf Erfolgskurs zu bringen, sodass Sie Ihre finanziellen Ziele im Leben erreichen können.

Dies ist der vierte Teil unserer Serie „Ihr Geld auf Erfolgskurs“

Teil 4: Mein neues Projekt – mehr finanzielle Freiheit

1. Erstellen Sie Ihr persönliches Budget

Erfolgreicher Umgang mit Geld beginnt damit, dass man sich einen konkreten Überblick darüber verschafft, wie viel Geld herein kommt und wie viel Geld wofür ausgegeben wird.

Machen Sie doch einmal Ihre ganz persönliche Budgetierung. Werden Sie sich bewusst, wie Sie mit Ihrem Geld umgehen. Erkennen Sie, wo Sie vermeidbare Ausgaben tätigen und nutzen diese Beträge für die Verwirklichung Ihrer Wünsche und Ziele.

Wir erkennen immer wieder, dass ganz erhebliche Beträge durch kleine Umstellungen und ohne „gefühlten“ Verzicht verfügbar gemacht werden können. Sie werden staunen, was möglich ist und rasch erkennen, dass viele kleine Beträge in Ihrer Summe einen ganz erheblichen Unterschied ausmachen können.

2. Bestimmen Sie den Spar- und Anlagehorizont

Im Verlauf des Lebens fallen verschiedene Ausgaben an, welche wohl geplant sein wollen. Es geht dabei um Anschaffungen, wie z.B. ein neues Auto, die Finanzierung der Ausbildung für die Kinder oder die Erfüllung von grösseren Träumen, wie z.B. eine Weltreise, das Eigenheim oder ähnliches.

Legen Sie zur besseren Übersicht einige Zeitfenster fest:

  • Sehr kurzfristig – < 1 Jahr
  • Kurzfristig – 1-3 Jahre
  • Mittelfristig – 4-6 Jahre
  • Langfristig – 7-10 Jahre
  • Sehr langfristig – > 10 Jahre

Ordnen Sie nun diesen Zeitfenstern finanzielle Ziele, Projekte oder konkrete Bedürfnisse zu. Legen Sie dabei auch den benötigten Kapitalbedarf fest.

3. Entwickeln Sie eine Strategie zur Erhöhung Ihrer Einnahmen

Zu oft fokussieren wir uns stark auf die Erzielung von Einsparungen. Dabei gibt es eine Grenze, anders sieht es beim Einkommen aus. Dieses liesse sich in weit grösserem Umfang steigert, wenn man weiss wie. Nehmen Sie sich die Zeit und denken einmal darüber nach, mit welchen Massnahmen Sie kurz, mittel und langfristig Ihre Einkommenssituation verbessern können. Hier einige Beispiele:

  • Weiterbildung (Beruflich / Persönlich)
  • Stellenwechsel.
  • Berufswechsel
  • Leistungsorientierte Bezahlung
  • Nebenerwerb
  • Ertragssteigerung für Erspartes

4. Installieren Sie Ihr Wohlstands-Geldverteilungssystem

Definieren Sie bei Ihrer Bank unterschiedliche Konten und geben diesen Namen, je nach angedachter Verwendung, z.B. Ferien, Auto, ICH, Reserve oder Versicherungen. Überweisen Sie immer gleich, nachdem Sie Ihr Einkommen erhalten, die definierten monatlichen Beträge auf die Zweck-Konten.

Stellen Sie möglichst sämtliche Prämienzahlungen für Versicherungen auf Jahresprämien um. Sie sparen so ganz erheblich durch den Wegfall von Ratenzuschlägen und haben die Zahlungen immer pünktlich im Griff!

5. Gehen Sie zurück zum Bargeld

Wer das Geld, welches ihm sprichwörtlich durch die Finger rinnt auch wirklich fühlt, verhält sich erfahrungsgemäss vernünftiger. Bezahlen Sie also besser immer mit Bargeld, anstatt mit der Kredit- oder EC-Karte. Hinzu kommt, dass sich der Kredit auch schon einmal in einen hochverzinsten Langzeitkredit wandeln kann, wenn man den Saldo der Kreditkarte nicht decken kann.

6. Führen Sie alle Konten im Plus

Die Null-Linie Ihres Kontos sollte die Grenze Ihrer Ausgaben sein! Zahlen Sie zuerst alle Verpflichtungen und wirtschaften mit dem verbleibenden Betrag. Stehen Sie zu einem finanziellen Engpass, wenn Sie damit konfrontiert sein sollten. Natürlich kann man häufig sein Konto überziehen, aber im Endeffekt kommt Ihnen so eine Ausgabe durch hohe Überziehungszinsen teuer zu stehen. Oftmals mündet diese Spirale in die Umwandlung des Negativsaldos zu einem langfristigen Kredit. So gefährden Sie Ihre finanziellen Pläne und all das oftmals nur, weil die Geduld zum Warten gefehlt hat.

7. Kaufen Sie Dinge, statt diese zu finanzieren

Widerstehen Sie dem unmittelbaren „Ausgabereflex“, wenn Sie etwas Schönes sehen! Fragen Sie sich immer, ob Sie das, was Sie da gerade erwerben wollen, auch wirklich jetzt benötigen. Oft ist es so, wenn man eine Nacht darüber geschlafen hat, relativiert sich die Bedeutung. Schaffen Sie also Abstand zum spontanen Kaufwunsch.

Machen Sie jeden Monat Kassensturz und legen Sie einen Teil Ihres Einkommens auf die Seite. Über eine Kontoüberziehung freut sich höchstens die Bank.

8. Passen Sie bei Einkommenserhöhungen Ihre Sparquote an

Grundsätzlich sollten Sie bei jeder Einkommenserhöhung immer auch gleich einen Teil davon zur Seite legen. Auf diese Art bleibt Ihre Sparquote immer gleich und Sie gewöhnen sich erst gar nicht an das „Ausgeben“ des Mehrbetrages. So machen Sie aus mehr viel mehr, ohne, dass Sie auf etwas verzichten.

9. Tun Sie Gutes mit einem Teil Ihres Geldes

Es ist ein besonderes Privileg, dass wir hier in Europa, dazu noch in der Schweiz, leben und arbeiten dürfen. Wir haben die Möglichkeit und die Freiheit, aktiv unsere Lebensumstände beeinflussen zu können. Den meisten Menschen auf der Welt geht es anders. Das verpflichtet und so sollte es eine persönliche Verpflichtung sein, Menschen in Not eine Unterstützung zukommen zu lassen. Sie kennen sicher den Ausspruch: „Dem, der gibt, wird gegeben.“


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